30 Jahre Städtebauförderung in Güstrow

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Im Jahr 2021 jährt sich zum 30. Mal die Aufnahme der Güstrower Altstadt in die Städtebauförderprogramme des Bundes und des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Das ist Anlass genug, die seitdem eingetretene Erfolgsgeschichte zu feiern und zu dokumentieren.

1991 drohte eine Vielzahl wertvollster Gebäude vollends zu verfallen, andere Gebäude konnten aufgrund altersbedingter Bauzustände und schwerer Baumängel nicht mehr genutzt werden. Das einzigartige „Flächendenkmal Altstadt Güstrow“ wäre beinahe verloren gewesen.

Dank der massiven Unterstützung von Bund und Land, durch den großen Anteil städtischer Mittel und das starke Engagement privater Bauherren ist seit 1991 viel geschehen. Die Güstrower Altstadt besitzt 650 Hauptgebäude, von denen 295 Einzeldenkmale und 168 Gebäude von besonderer städtebaulicher Bedeutung sind. Seit 1991 wurden 460 Gebäude mit 1.374 Wohneinheiten vollsaniert, 70 Gebäude mit 168 Wohneinheiten teilsaniert und 90 Gebäude mit 385 Wohneinheiten neu gebaut.

Bis September 2021 wurden 140 Millionen Euro Städtebaufördermittel von Bund, Land und Stadt eingesetzt. Zusammen mit den erheblichen privaten Mitteln sind insgesamt fast 1 Milliarde Euro in die Sanierung der Altstadt geflossen.

Eine Verhüllungsaktion an drei herausragenden Einzeldenkmalen an der Nordost-Ecke des Güstrower Domplatzes versinnbildlicht auf spektakuläre Weise diese Erfolge. Vor einem Teilbereich der seit 1991 beispielgebend sanierten Gebäude sind bedruckte Planen installiert, die den beklagenswerten Zustand dieser Häuser in den frühen 1990er Jahren darstellen. Deutlicher können Ausgangslage und inzwischen Erreichtes wohl nicht dargestellt werden.

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