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Güstrow (ots) - Am 29.07.2020 ereignete sich gegen 19:30 Uhr im Magdalenenluster Weg in Güstrow ein Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus, der mutmaßlich durch eine brennende Zigarette ausgelöst wurde.

Nach ersten Erkenntnissen wurde ein Sessel in einer Wohnung im 2. Obergeschoss durch eine brennende Zigarette in Brand gesetzt. Beim Versuch, den brennenden Sessel zu löschen, erlitten die 58-jährige Wohnungsmieterin und ihr 59-jähriger Besucher (beide deutscher Staatsangehörigkeit) Rauchgasvergiftungen, die im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Während die Güstrower Feuerwehr sowie die Feuerwehren der umliegenden Gemeinden die Brandbekämpfung vornahmen, führten die Einsatzkräfte der Güstrower Polizei sowie des Landesbereitschaftspolizeiamtes M-V in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr die Evakuierungsmaßnahmen durch. In dem Wohnhaus, in dem sich mehr als 120 Mietparteien befinden, mussten zunächst die ersten vier Etagen evakuiert werden.

Da ein Großteil der Bewohner*innen gesundheitsbedingt nur eingeschränkt bewegungsfähig war, gestaltete sich die Evakuierung entsprechend schwierig. Insgesamt wurden zwischenzeitlich zehn Personen durch das medizinische Personal der Feuerwehr begutachtet. Alle konnten noch vor Ort wieder entlassen werden.

Nach Abschluss der Löscharbeiten konnten - abgesehen von 12 Mietparteien des 2. Obergeschosses, deren Wohnungen durch die Rauchentwicklung in Mitleidenschaft gezogen wurden - alle Bewohner*innen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Für die übrigen Familien wurden durch das Wohnungsunternehmen Ausweichunterkünfte organisiert.

Die betroffene Wohnung ist durch den Brand teilweise zerstört und vorerst unbewohnbar. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 10.000,- EUR. Da die Wohnungsmieterin erheblich alkoholisiert war, wurde eine Blutprobenentnahme angeordnet und durchgeführt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung aufgenommen.

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